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PROMI-LIEBLING PONZA (JOY 06/2010)
PROMI-LIEBLING PONZA (JOY 06/2010)
PROMI-LIEBLING PONZA (JOY 06/2010)
DER
NEUE JETSET-TREFFPUNKT IM MITTELMEER IST EINE WINZIGE INSEL ZWISCHEN
ROM UND NEAPEL. HIER GIBT ES DOLCE VITA PUR – SONNE, STRAND UND
SHOPPING, DAZU HEISSES NIGHTLIFE UND JEDE MENGE CELEBRITIES.
JOY-REPORTERIN
CHRISTINE BREDOW HAT SICH SOFORT VERLIEBT
PROMI-LIEBLING PONZA (JOY 06/2010)
Schon
als ich mit der Fähre in den Hafen von Ponza einbiege, weiß ich:
Das ist meine Insel. In der sichelförmigen Bucht schaukeln weiße
Segelboote im azurblauen Wasser, am Ufer stehen eiscremefarbene
Häuschen, die den grünen Hügel hinaufklettern. Und am Hafen
empfängt mich Maurizio und nimmt mir charmant den Koffer ab. O bella
Italia!
PROMI-LIEBLING PONZA (JOY 06/2010)
ZIMMER
MIT MEERBLICK
Maurizio
vermietet Ferienwohnungen und kümmert sich um ankommende Gäste. Er
bringt mich mit einem der lustigen motorisierten Dreiräder in meine
Unterkunft oberhalb des Hafens. „La Limonaia“ ist ein
entzückendes Bed & Breakfast, das den Mode-Schwestern Fendi
gehört. Dementsprechend
gestylt
sind die Zimmer. Meins zum Beispiel nach dem Motto „mare“, in
leuchtenden Blautönen mit Muschel-Deko. Seele des Hauses ist Lucia.
Als Ponzianerin kennt sie hier jeden Stein. „Ponza ist die größte
Insel des Pontinischen Archipels“, erzählt sie, „dazu gehören
Gavi, Palmarola, Zannone, Ventotene und Santo Stefano. Die Insel
heißt Ponza und der Hauptort auch. Unsere isola misst zwar nur rund
sieben Quadratkilometer, hat aber riesig
viel
zu bieten: Du kannst Bootstouren unternehmen, Tauchen und Tanzen
gehen, Wandern, Shoppen und Schlemmen. Aber jetzt machst du erst mal,
was alle hier am Abend tun: einen Aperitivo trinken auf der Piazza.“
V.I.P.S
IM VISIER
Va
bene. Ich nehme ein paar Treppenstufen nach unten, schon bin ich auf
der Flaniermeile, dem Corso Pisacane. Hier gibt es alles, was man für
Ferien all’italiana braucht: Bars und Cafés, Restaurants,
Pizzerien, Eisdielen und schicke Shops. Abends wird der Corso zum
Laufsteg, mit der Piazza Pisacane als mondänem Mittelpunkt. In der
Nebensaison eher verschlafen, verwandelt sich die Insel im Sommer zum
Celebrity-Hotspot. Wer früher vor Sardinien ankerte, „parkt“
seine Yacht jetzt in den Buchten von Ponza. Filmstars,
Formel-1-Piloten und Fußballer, Modefürsten, Models, Musiker und
sogar Königliche Hoheiten genießen dann auf der Piazza kühlen
Weißwein zu frischen Meeresfrüchten. Da wären Pierce Brosnan und
Naomi Campbell, Heidi Klum
und
Gatte Seal, die Kicker Totti und Cannavaro, Giancarlo Fisichella,
Anthony Kiedis von den „Red Hot Chili Peppers“, die Signori
Armani und Valentino und Caroline von Monaco … Ich setze mich in
die „Bar Tripoli“, den Logenplatz zum VIP-Watching. Zwar sind
gerade keine Promis da, aber die eleganten Römer, die hier urlauben,
machen auch „bella figura“.
PER
VESPA ZUM MOND
Das
Erste, was ich am nächsten Tag durchs Fenster sehe, ist das tiefe
Blau des Tyrrhenischen Meeres. Lucia serviert das Frühstück im
Garten unter schattigen Limonenbäumen „Ich hab eine Vespa für
dich organisiert“, strahlt sie, „damit kannst du über die Insel
fahren. Sie gehört Onkel Pepe, aber er braucht sie heute nicht.“
Grazie! Auf meine Frage nach einem Helm antwortet sie mit
Schulterzucken: „Casco? Nooo, dann siehst du ja aus wie Calimero,
das Küken aus unserer TV-Serie!“ Ich starte meine Tour also ohne
Kopfschutz, dafür mit Bikini im Gepäck. Zur Orientierung: Ponza hat
in etwa die Form eines Croissants, meine Herberge liegt im südlichen
Teil. Die Fahrt nach Norden (gerade mal 8 km) ist wunderschön.
Gleich hinter der „Limonaia“ schraubt sich die Straße steil nach
oben, nach ein paar hundert Metern sieht man zur anderen Inselseite
rüber. Dort liegt ein Juwel: Chiaia di Luna, die Mondbucht. Perfekt
halbmondförmig, mit weißem Sand, aquamarinfarbenem Wasser und
hellen Tuffsteinfelsen. Weiter auf der Via Panoramica. Die Straße
macht ihrem
Namen
alle Ehre: links und rechts bis zum Horizont nur Meer, die Vegetation
ist herrlich mediterran mit Feigenkakteen und Ginster, Oleander und
Pinien. Es duftet nach würzigen Macchia-Sträuchern, Rosmarin und
Salbei. Im Süden liegt der höchste, na ja, Hügel der Insel (Monte
Guardia, 280 m), im Westen die Nachbarinsel Palmarola. Nach wenigen
Minuten erreiche ich Le Forna. Das zweite Dorf der Insel ist kleiner
als Ponza und eher ländlich als mondän. Ein paar Kurven weiter bin
ich schon an der Nordspitze. Hier mache ich Pause beim „Ristorante
Igino“. Es liegt auf einem Felsen über der winzigen Bucht Cala
Fonte und ist einer der schönsten Plätze, um den Sonnenuntergang zu
bewundern. Igino kredenzt mir seine Spezialität: „Penne alla
Ricciola“, Pasta mit Bernsteinmakrele und Kapern (12 E).
Köstlich! Nach einer kurzen Siesta am Strand springe ich ins Wasser,
dann düse ich zurück.
NEXT
STOP: KARIBIK Am
Tag drauf miete ich mir ein Boot. Laut Maurizio die beste Art, Ponza
und Palmarola kennenzulernen, denn „nur vom Meer aus siehst du ihre
wahre Schönheit“. Frühmorgens stehe ich daher am Hafen und lasse
mir von Capitano Coco erklären, wie der Motor funktioniert. „Du
startest und zum Beschleunigen drehst du am Gas. Basta.“ Ach, so
einfach ist das? Ich fahre zunächst an Ponzas Küste entlang nach
Süden, vorbei am Leuchtturm, der Pilatus-Grotte und Chiaia di Luna.
Dann biege ich nach Westen ab und tuckere die 12 km nach Palmarola
(der
Name stammt von der dort wachsenden Zwergpalme). Das Wasser vor der
fast unbewohnten Insel – nur im Sommer gibt es hier ein Restaurant
– ist
türkis
wie in der Karibik und so klar, dass man 40 Meter nach unten sehen
kann. Da muss man einfach schnorcheln gehen! Ich ankere und erkunde
die Unterwasserwelt. Hier gibt es Muränen und Kraken, ja sogar
seltene Zackenbarsche und Drachenköpfe! Zurück in Ponza umrunde ich
die Insel im
Uhrzeigersinn,
besuche die Natur-Pools von Cala di Feola, winke im Vorbeifahren
Igino zu und lege in Frontone an. Hier gibt’s Restaurants
und
Bars, einen Beachclub mit Dancefloor und im August jeden Samstag
Party nonstop!
PROMI-FAVORITEN
Wieder
am Hafen gebe ich das Boot ab und genehmige mir dann einen „Ponza
Paradiso“ in der coolen „Kibar“. Danach starte ich zum
Bar-Hopping rund um den Corso (meine Favoriten: „Maga
Circe“ und das Konzert-Café „Winspeare“). Ab Mitternacht
geht’s zum Tanzen in den einzigen Club der Insel: „Covo Nord Est“
(www.covonordest.it).
Hier bleibe ich bis Sonnenaufgang, was Lucia bei meiner Rückkehr mit
anerkennendem Nicken quittiert: „Dafür hast du dir heute einen
Shopping-Tag verdient!“ Sie weiß genau, was ich brauche, und alle
Läden liegen praktischerweise direkt am Corso: Türkisschmuck von
„AcquAria“, Paillettenbikini von „Lunata“ (125 E),
Highheels von „Taba“ (gibt es nur auf Ponza und in Rom). Außerdem
eine „Carmina Campus“-Recycling-Tasche, designt von Fendi-Tochter
Ilaria und heißbegehrt von Stars wie Sienna Miller oder Sofia
Coppola (ab 150E
bei
„Bombay“). Und das Wichtigste: Ponza-Parfum. Der zarte Duft nach
Zitrone und Meer wird mich immer an diese wunderschöne Insel
erinnern.
TIPPS
ZUM TRIP
g
ANREISE
Im
Flugzeug nach Neapel (ab 29 E
one
way, www.airberlin.de,
ab 99E
hin
& zurück, www.lufthansa.de),
weiter per Fähre (3 Std., ab 40 E,
www.snav.it;
fährt nur Juni bis Sept.).
Alternativ Flug nach Rom (ab 29 E,
www.airberlin.de,
ab 40 E,
www.germanwings.com,
jeweils one way),
dann im Zug nach Formia (90 Min./19 E,
www.ferrovie
dellostato.it)
und dort auf die Fähre (1 Std., 24 E,
www.vetor.it)
g HOTELS
La
Limonaia (1) Ü/F
ab
51E,
1Woche mit Flug ab 617 E.
Grand
Hotel Chiaia di Luna (2) Wunderschöne
Anlage mit großem Pool und Bungalows in Pastelltönen. Oberhalb der
Chiaia-Bucht, 500 m vom Zentrum. Ü/F ab 68E,
1Woche mit Flug ab 736 E.
Hotel
Mari Zentral
am Corso, alle Zimmer haben Meerblick. Ü/F ab 59 E,
1Woche mit Flug ab 673 E.
Schnäppchen:
„Roulette“-Appartements Man
weiß vorher nicht, wo man landet, aber die Häuser sind max. 100 m
vom Meer entfernt und supergünstig: Ü ab 18 E,
1Woche mit Flug ab 386 E.
Alle Hotels sind zu buchen über FTI Touristik, www.fti.de
Maurizio
bietet Ferienwohnungen vom Mini-Appartement bis zur Luxusvilla; ab
155 E
pro
Woche, www.turistcasa.it
g
TRANSPORT
Ein
Linienbus fährt über die ganze Insel (ab 1E)
g
INFO
www.ponza.com, www.latiumkueste.it
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