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Auf
Zannone drängten sich unzählige Schlangen, und man konnte kaum wenige Minuten
anhalten, ohne mindestens ein Dutzend vor Augen zu haben. Diese Schlagen liebten
schöne Musik. Eines Tages wollte ein König einen Fischer bestrafen, der dessen
Tochter mit seinem schönen Gesang bezauberte, und sandte ihn ins Exil auf
Zannone; er hätte der Hochzeit nur dann zugestimmt, wenn der Fischer nach
seinem Exil wieder heil zurückgekehrt wäre. Der Jüngling ging dem sicheren
Tod entgegen; die einzige Hoffnung auf Rettung lag in seiner genialen Idee, die
ihm den Beinamen "Sennone" verlieh. Der arme Sennone! Er saß stets am
Ufer des Meers. Doch er hatte inzwischen bemerkt, dass, stimmte er ein Lied an,
unzählige Reptilien herbeieilten und in gewissem Abstand wie betäubt anhielten;
wenn er jedoch den Gesang unterbrach, griffen sie ihn an, und er konnte sich nur
mit einem Sprung ins Meer retten. Er hatte eine wunderbare Idee: Singen und
immer wieder Singen, bis alle Schlangen der Insel gekommen wären. Und so
geschah es. Als er sicher war, dass alle gekommen waren, sprang er ins Meer und
die in seinen Gesang verliebten Schlagen folgten ihm und ertranken im Wasser.
Seit jener Zeit gab es auf Zannone keine Schlagen mehr; und dank Sennone, nach
dem die Insel benannt wurde, können wir uns gefahrlos im Schatten der Bäume
ausruhen.
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