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Ponza: Die Insel Ponza in Italien

Sendeanstalt und Sendedatum: SR, Sonntag, 8. Juni 2008

Blick auf Ponza
Das Team des Saarländischen Rundfunks hat die Moderationen mit Thomas Braml auf der Insel Ponza aufgezeichnet. Alle hatten vorher noch nie etwas von Ponza gehört und waren überrascht, eine solch schöne Insel vorzufinden. Was bei den Deutschen also nahezu unbekannt ist, hat sich bei vielen Italienern längst zum Lieblingsreiseziel entwickelt. Vor allem bei den Römern und Neapolitanern, denn vor deren Haustür liegt Ponza – etwa 50 km vor der Küste im Tyrrhenischen Meer.

Genau das richtige Flair

Der Hafen von Ponza
Ponza ist die Hauptinsel der Ponzianischen Inseln (auch: Pontinische Inseln) – fünf kleinen Eilanden, die zur Provinz Latium gehören. Neben Ponza sind das: Palmarola, Zannone, Ventotene und Santo Stefano.

Ponza ist nur neun Kilometer lang und wie eine Sichel geformt. Etwa 3.600 Einwohner zählt die Insel. Hauptort ist Ponza Porto mit seinem halbkreisförmigen Hafen. Er wurde vor über 200 Jahren von den Bourbonen angelegt und strahlt genau das Flair aus, wie man es sich als Tourist von einem Mittelmeerhafen wünscht.

Fisch und Paranza - fangfrisch

Köchin Assunta beim Garnelenkauf
Hier legen auch die Fischerboote an – die Fischerei ist nach wie vor eine wichtige Einnahmequelle der Ponzesen. In speziellen Booten fangen sie vor allem Paranza. Dazu gehören alle Krebsarten und Tintenfisch. Hinzu kommen Garnelen, Hummer und viele Fischsorten, die bei uns unbekannt sind, wie z.B. der Maronenfisch.

Entsprechend wird auf der Insel viel mit Fisch und Meeresfrüchten gekocht. Ponza ist ein wahres Schlemmerparadies. Die Köche kommen abends in die Kooperative der Fischer und kaufen den Fang des Tages. So frisch schmecken zum Beispiel die unterschiedlichen Arten von Gambas unverwechselbar gut! Etwa 50 Restaurants gibt es auf der Insel, alle mit einem großen Angebot aus dem Rezept-Fundus der Mittelmeerküche.

Kaum Zersiedelung und atemberaubende Steilküsten

Tuffsteinfelsen auf Ponza
Im Frühjahr mischt sich der Duft unzähliger Ginstersträucher mit der salzigen Meeresluft. Seit der großen Auswandererwelle in den 50er Jahren überwuchert mediterrane Machie die früheren Terrassen der Bauern. Neben Ponza Porto gibt es nur noch das kleine Straßendorf Le Forna. Man findet keine Bausünden auf der Insel. Darüber hinaus soll ein Baustopp verhindern, dass sie zersiedelt wird. Entsprechend ungestört kann man auf Wanderwegen die Natur entdecken.

Dazu gehören atemberaubende Blicke die Steilküste hinunter aufs Meer. Die Ponzianischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs, ihre Küste ist felsig, das Tuffgestein leuchtet in intensiven Farben. Es hat viele unterschiedliche Formen gebildet wie Bögen und Grotten, die man bei Bootstouren rund um die Insel bestaunen kann. Sie führen auch auf die Nachbarinsel Palmarola.

Bade- und Tauchparadies

Strand Frontone
Auch unter Wasser setzen sich die interessanten Gesteinsformationen fort, so dass Ponza auch ein Paradies für Taucher ist. Außerdem gibt es Schiffswracks zu entdecken. Tauchbasen stellen die nötige Ausrüstung zur Verfügung.

Ponza ist eine bergige Insel. Man muss gut zu Fuß sein, um z.B. zu den Unterkünften zu gelangen – oder an die Buchten mit ihren Stränden. Zum größten Strand, Frontone, fahren aber auch Shuttleboote vom Hafen aus.

Tipps

Reisezeit
Da Ponza in den Monaten Juli und August von ca. 1 Million italienischen Touristen besucht wird und daher auch die Preise immens steigen, sollte man diese Zeit unbedingt meiden. Ideal sind die Monate Mai und Juni sowie September und Oktober. Die Abende können dann allerdings manchmal relativ kühl sein.

Sprache
Da es bisher kaum Ausländer auf der Insel gab, sprechen die Ponzesen nur selten eine andere Sprache als italienisch. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und neugierig, so dass es immer einen Weg gibt, sich zu verständigen!

Lassen Sie sich Zeit
Ponza gehört zwar zur Region Latium, aber von ihrer Mentalität her sind die Ponzesen typische Süditaliener. Das bedeutet, dass der Rhythmus hier ein anderer ist – die Uhren laufen langsamer, mit der Pünktlichkeit nimmt man es häufig nicht allzu genau, und die Siesta dauert von 13 – 16.30 Uhr. Gegessen wird nicht vor 21 Uhr. Man sollte sich also darauf einrichten, dann stellt sich der Erholungseffekt wie von selbst ein!

Reiseveranstalter

Unterkünfte auf Ponza werden bisher nur von einem deutschen Veranstalter angeboten: vom Italien-Spezialisten FTI Frosch Touristik in München. Zumindest dieses Jahr ist man als deutscher Tourist auf jeden Fall noch ein Pionier! Deshalb muss man sich die Anreise auch selbst organisieren.

FTI Frosch Touristik
Friedensstraße 32
81671 München
Buchungszentrale: Tel.: 089 / 25 25 10 14 (Montag bis Freitag 10.00 – 16.00 Uhr)
Internet: www.fti.de
Buchungen auch im Reisebüro.

Preisbeispiele (ohne Flug und Transfer):

*** Grand Hotel Chiaia di Luna (liegt hoch oben über der Bucht Chiaia di Luna)
1 Woche ÜF (Preise pro Person im DZ)
Reisezeitraum:
01.09. – 14.09.: 560 Euro
15.09. – 30.09.: 490 Euro

Villa Laetitia & La Limonaia
(liegen am Berghang, im Gassengewirr von Ponza Porto, aber ruhig. Geschmackvolle Gestaltung der Signora Fendi, Schmuckgestalterin)
1 Wo. ÜF (Preise pro Person im DZ
Reisezeitraum
01.09. – 14.09.: 420 Euro
15.09. – 31.10.: 371 Euro

Anreise

Die Anreise nach Ponza gestaltet sich – zumindest im Moment – recht schwierig. Deshalb ist die Insel zur Zeit eher etwas für Italienkenner.

Die Insel hat keinen Flughafen. Man erreicht Ponza nur mit dem Schiff. Man fliegt entweder nach Rom oder Neapel, organisiert sich bei Golpho Service einen Transfer zu den entsprechenden Häfen und fährt dann mit Autofähre oder Schnellboot zum Hafen von Ponza. Ein Auto braucht man auf der Insel nicht – man geht zu Fuß bzw. nimmt den öffentlichen Bus. Sowieso ist es nicht jedermanns Sache, sein vielleicht zu großes Auto durch die schmalen, steilen Gassen zu steuern!

Golpho Service (für Transfer vom und zum Flughafen)
Salvatore Macera
Via Sarinola, 14
04023 Formia (Latium)
Tel.: 0039 / 0771 77 12 07
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Preisbeispiele: Die Strecke Flughafen Neapel-Formia kostet 100 Euro, Neapel-Terracina 180 Euro.

Falls man mit dem eigenen PKW nach Formia fährt – Salvatore Macera von Golpho Service hat auch separate Stellplätze in einem Parkhaus gemietet und fährt das Auto vom Hafen dorthin und wieder zurück zum Hafen.

Fähren / Schnellboote (Ab Hafen in Formia):
Autofähre Caremar (ca. zweieinhalb Stunden pro Fahrt)
Tragflächenboot Caremar Aliscafi (ca. eineinviertel Stunde pro Fahrt)

www.caremar.it
www.vetor.it

Ab Hafen in Terracina: Schnellboot Tremiti Jet
www.navlib.it
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Tel.: 0039 / 081 55 20 763

 
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