Schon bei
der Einfahrt in den Hafen spürt man, dass etwas Besonderes auf einen zukommen
wird. Bereits in den nächsten paar Stunden verfallen auch wir dem Reiz der
kleinen Insel und am darauffolgenden Tag sind wir in die im Ausland noch
unbekannte Insel, ihren einzigartigen Rhythmus und ihr wunderschönes Meer
verliebt.
An der von pastellfarbenen Häusern umgebenen
Hafenbucht kann man in der Nebensaison noch den ursprünglichen Inselflair
genießen: beim Dolcefarniente auf der Piazzetta – dem pulsierenden Herz der Insel
– oder bei einem Spaziergang auf der Flaniermeile der Stadt –dem Corso Pisacane.
Mit einer Inselrundfahrt kann man die
unzähligen Buchten und Grotten, welche die Küste der knapp 10 Kilometer langen
Insel prägen, am besten entdecken.
Gleich nachdem das Boot den Hafen verlassen
hat, beeindruckt die in den weichen Tuffstein gehauene Grotte Pilato aus der
Römerzeit. Das Wasser ist überall kristallklar und schillert in allen Nuancen
vom Türkis bis zu dunklem Grün und Blau. Kein Wunder, dass die Gewässer um
Ponza als echtes Tauchparadies gelten.
Vorbei an der Punta della Guardia öffnet sich
ein wunderschönes Panorama mit Blick auf das weiße Riff des Capo Bianco. Von
hier kann man die nahe gelegene, unbewohnte Insel Palmarola gut sehen, die auch
zum ponzianischen Archipel gehört und ein Naturschutzgebiet ist: Auf der
kleinen Insel erlebt man nahezu unberührte Natur. Die einzigen Spuren der
Zivilisation sind hier ein paar case-grotta – in den Felsen gehauene Häuser –
und ein nur in der Saison geöffnetes Restaurant.
Wir bestaunen immer neue Buchten und Grotten
und verstehen langsam, warum die Ponzesi behaupten, dass Ponza die „schönste
Insel der Welt“ ist.
Vorbei an Cala Feola und den Piscine Naturali
– natürlichen Wasserbecken aus glatten Felsen, wo man baden und sich sonnen
kann – fährt unser Boot jetzt weiter um den nördlichsten Teil Ponzas herum wieder
in Richtung Hafen.
Ab dem Spätnachmittag machen die Läden nach
einer ausgiebigen Siesta wieder auf, und die Piazzetta füllt sich nach und nach.
Bei einem Espresso und einem erfischenden Eis in einer Bar mit Blick auf den
Hafen und auf den Ortsteil Santa Maria planen wir gerade den Besuch des langen Sandstrandes
Frontone, als uns Ernesto, der „Chronist der Insel“, vorgestellt wird: Der achtzigjährige
Bücherautor kennt alle Geheimnisse Ponzas. Er erzählt begeistert von der
Schönheit seiner Insel, insbesondere wenn im Frühling das Gelb des Ginsters an
den Hügelhängen regelrecht explodiert, und von Palmarola, wo er, ganz allein,
den Frühling und den Herbst verbringt.
Am Corso werden wir uns später eine der Inselkarten
kaufen, die Silverio Mazzella in seinem Buchladen „Il Brigantino“ mit
mediterraner Leidenschaft selbst zeichnet und koloriert.
Der Sonnenuntergang verstärkt die Silhouette
der Hügel und lässt jeden auf dieser paradiesischen Insel träumen.
Später sitzen wir in einem Restaurant am Hafen
und lassen uns die Fischspezialitäten der Insel schmecken – selbstverständlich
nach ponzianischem Rhythmus.
Informationen
Allgemeine Informationen über Ponza unter: www.ponza.com (auch auf Deutsch) und auf der
Internetseite vom Enit: www.enit.de
Buchungen und
Informationen zu den Ponza-Angeboten von FTI gibt es unter
www.fti.de ; Tel: 089-25251014 sowie im
Reisebüro.
Von Rom und Neapel aus erreicht man die Häfen von Anzio, San Felice
Circeo, Terracina und Formia; hier verkehren Fähren und Schnellboote nach Ponza
– von Formia täglich und ganzjährig.
Die Buslinie „Litorale Express, Sea Shuttle Service“ verbindet die
Flughäfen von Rom und Neapel mit den Städten an der Küste (unter anderem auch
Terracina, Gaeta und Formia).
Die Immobilienagentur betreut über 100 Appartements in verschiedenen
Typologien, B&B (Limonaia a mare, Villa Laetitia und Il Gabbiano) und
Villen. www.turistcasa.it;